Selbstliebe am Dienstag · Blog

Räum auf – und spür, was passiert

Warum eine einzige Frage beim Ausmisten mir geholfen hat, Dinge loszulassen – und warum das auch bei Gedanken funktioniert.

Am Samstag hat Sebastian spontan die Morgenausrichtung übernommen. Es ging ums Ausmisten. Schubladen öffnen, Sachen anfassen, ehrlich sein.

Ich hatte zwei Kisten, die seit Wochen in der Ecke standen. Du kennst das vielleicht – diese Kisten, Schubladen, Stapel, die du jeden Tag siehst. Und jeden Tag denkst: „Mach ich noch."

Sebastian kam auf die Idee, gleich unsere ganze Küche neu zu sortieren. Und ich dachte erst: Das ist mir zu viel.

Aber dann passierte etwas.

✨ Ein Satz, der alles leichter gemacht hat

Ich habe mir bei jedem Gegenstand eine einzige Frage gestellt:

„Würde ich das heute nochmal kaufen?"

Nicht: „Könnte ich das irgendwann brauchen?"

Nicht: „War das mal teuer?"

Nicht: „Ist das noch gut?"

Sondern nur: Würde ich heute in den Laden gehen und das mitnehmen?

Die Antwort kam jedes Mal sofort. Und plötzlich konnte ich Dinge loslassen, an denen ich monatelang festgehalten hatte.

Zwei Kisten. Eine Küche. Ein paar Stunden.

Und danach stand ich in der Küche und es war still. Keine Stapel mehr, die mich anschauten. Keine Schublade, die klemmte. Ich habe Musik angemacht und zum ersten Mal seit Monaten in der Küche voller Freude getanzt.

🤍 Was hat Aufräumen mit Selbstliebe zu tun?

Mehr als du denkst.

Jeder Gegenstand, der herumsteht, will etwas von dir. Jede offene Schublade, jeder Stapel auf dem Tisch, jede Kiste in der Ecke – sie reden den ganzen Tag mit dir.

„Kümmere dich um mich."

„Du hast mich vergessen."

„Hier liegt noch was."

Du hörst das nicht bewusst. Aber dein Körper hört es. Und irgendwann sitzt du abends auf der Couch und bist platt – obwohl du „nichts Großes" gemacht hast.

Weniger Dinge heißt: weniger stille Forderungen an dich.

Weniger Dinge heißt: du setzt dich hin und dein Blick bleibt ruhig. Nichts schreit. Nichts wartet.

🫶 Die Übung: Dein 15-Minuten-Reset

Du brauchst keinen freien Samstag. Keine große Aktion. Nur 15 Minuten und eine einzige Frage.

1

Wähle einen kleinen Bereich. Eine Schublade. Ein Regalfach. Eine Handtasche. Nicht die ganze Wohnung – nur eins.

2

Nimm jeden Gegenstand in die Hand. Wirklich anfassen. Nicht nur anschauen.

3

Stell dir die Frage: „Würde ich das heute nochmal kaufen?"

Ja → zurücklegen.   Nein → in eine Tüte. Raus.

4

Wenn du fertig bist: Setz dich hin. Schau dir den leeren Platz an. Atme. Spür, wie sich das anfühlt.

Das Spannende: Diese Frage funktioniert nicht nur bei Dingen.

Sie funktioniert auch bei Gewohnheiten.

Bei Terminen im Kalender, die du nur noch aus Pflichtgefühl einhältst.

Bei Gedanken, die du seit Jahren mit dir herumträgst.

„Würde ich das heute nochmal anfangen?"

Manchmal ist die ehrlichste Antwort: Nein.

Und allein das auszusprechen – auch nur leise, für dich – ist wie eine Schublade, die du endlich zumachst. Zu. Fertig. Platz.

Morgen früh um 7 Uhr.
60 Minuten, die dir gehören.

In der Morgenausrichtung startest du den Tag nicht mit deiner To-Do-Liste,
sondern mit dir. Mit einer Meditation, mit Impulsen, und mit der Frage:
„Was brauche ich heute wirklich?"

Live und kostenfrei · Täglich auch Sa & So · WhatsApp-Gruppe inklusive

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Du musst nicht die ganze Wohnung umräumen, um etwas zu spüren. Eine Schublade reicht. Ein ehrliches „Nein" reicht. Und wenn du morgen früh nicht allein mit deinem Kaffee sitzen willst, sondern mit jemandem in den Tag starten – die Morgenausrichtung ist jeden Morgen da.

Von Herz zu Herz,

Anna 🤍